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Was ist ein "soft feel" mit Pferden?

Als ich in den USA war, kam immer wieder das Thema "a soft feel"! Was bedeutet diese sanfte fühlen beim Pferd oder beim Reiten? Es gibt für mich verschiedene Arten davon:

 

Wenn der Reiter langsam den Zügel aufnimmt, das Pferd sofort reagiert ohne Gegenhalten durch den Körper hindurch bis zu den Beinen hinab sich bewegt. Gleichzeitig sollte das Pferd auf die Beine, die Gewichtshilfen und den Bodyrythmus reagieren. Ein "soft feel" besteht nicht nur aus einem leichten Kontakt bei Schritt und Trab. Dieser sollte durch jedes Manöver und jede Gangart bzw. Speed möglich sein. 

Dazu gehört auch das eigene Bild im Kopf. 

"Mache deine Gedanken zu den Gedanken des Pferdes". Darauf möchte ich kurz eingehen. In deinen eigenen Gedanken hast du ein Bild davon, was du gerne mit deinem Pferd machen möchtest. Was wichtig ist, das du der Leader bist und du kannst dein Pferd fragen sich dir anzuschliessen. Stell dir vor es ist wie ein Tanz den du mit deinem Partner Pferd machst. Es ist ein Rhythmus, eine Harmony und du möchtest dass dein Pferd mit dir zusammen eine Einheit bildet. Dieses hat auch sehr viel mit "soft feel" zu tun. Das ist für mich der technische "soft feel".

 

Pferde mit schlechten Erfahrungen oder einer schlechte Grundausbildung brauchen vielleicht einfach ein bisschen mehr Zeit, um das Vertrauen wieder in den Menschen zu erhalten bzw. zu erarbeiten. Es sind die kleinen Dinge die es ausmachen einen guten Pferdemenschen zu sein. Viel treffe ich in meiner Arbeit auf Menschen, die ihre Pferde über alles lieben. Jedoch suchen Sie meistens den Fehler bei ihren Pferden, statt bei sich selber. Wir vergessen immer wieder, dass Pferde unsere Spiegel sind. Sogar ich erlebe das jeden Tag. Wenn man aufgeregt ist, weil man wieder vor einer neuen Gruppe Studenten steht, dann wirkt sich das sofort auf meinen sensiblen Wallach aus. Er zeigt mir das er sich unwohl fühlt, da ich nicht wie sonst auf ihn wirke. Es macht ihn konfus und daher ist es immer wider interessant auch an sich selber zu arbeiten. Dabei ist es auch wichtig immer auf sein eigenes Bauchgefühl zu hören.

 

Die Kunst diese Situation zu meistern, ist die innere Ruhe zu finden und sich selber zu ändern und wieder in den entspannten gelassenen Modus zu fallen.

 

Pferde haben einen gewaltigen "soft feel" und sie erkennen, wenn wir uns in unserer Energie und im Verhalten ändern. Das schöne an der ganzen Sache ist, wenn man es erkennt, dass man in ein altes Muster fällt und sich selber korrigieren kann, ist man auf dem Weg besser zu werden.

 

Happy Trails! Sarah